Péter Öllinger: Siebdrucke

Durch seine Drucktechnik Experimente entwickeltePéter Öllingerein eigenes Verfahren in der Siebdrucktechnik: er war er daran interessiert, durch den Druck einer einzigen Schicht – ganz ohne digitale Eingriffe – Farbtöne und Übergänge zu erzielen. Seine Experimente führten ihn zu der Erkenntnis, dass sich durch die Verwendung von Lithografiefarbe eine Art abwaschbare Oberfläche erzeugen lässt.

Diese tonale und lavierungsartige Technik ein; diese ermöglicht die Erzeugung von Tonwerten und Verläufen durch manuellen Auftrag in einem einzigen Druckgang, ohne dass eine Rasterung oder digitale Bearbeitung erforderlich ist.

Dies Technik lässt sich nutzen, um klanglich beziehungsweise farblich nuancenreiche Oberflächen zu erschaffen, deren Gesamtwirkung beim Betrachter ein traumähnliches Gefühl hervorrufen kann.

Seine fein nuancierte Lavierungstechnik benutzt er in vielen seiner Arbeiten um Raum (durch die Dreidimensionalität) und Zeit (Licht- Schatten, Wanderung des Lichts) ins harmonische Wechselspiel zu setzen, das Statische ins Bewegtes zu verbinden; Traum und Wirklichkeit ineinander verschmelzen zu lassen.st.

Memories I, 2026

Péter Öllinger: Memories I, Siebdruck, 70 x 50 cm, 2026
Péter Öllinger: Memories I, Siebdruck, 70 x 50 cm, 2026

Dieses Bild entstand beruhend auf Erinnerungen und Eindrücken, die Péter Öllinger während seiner Art Residency in Marokko 2026 gewonnen hat. Umgeben von der schrillen Stadt findet der Beobachter kurz Ruhe und Einblick in das individuelle Alltagsleben. Die dunklen Flächen lassen das Unbekannte vermitteln; die kontrastierend hell leuchtende Wäsche fängt das Licht ein und führt in die Realität. Auch bei diesem Werk setzte Peter Öllinger seine feine Lavierungstechnik ein, wobei die Erinnerung und Wirklichkeit miteinander verbunden werden.

Das Ungewisse am soliden Grund, 2026

Péter Öllinger: The Uncertainty on Solid Ground, serigraph, 50 x 35 cm, 2026
Péter Öllinger: The Uncertainty on Solid Ground, serigraph, 50 x 35 cm, 2026

Während seines Aufenthalts in Ägypten – überwältigt von den monumentalen architektonischen Meisterwerken der Antike, die den Wechselfällen von Jahrtausenden getrotzt hatten – war Péter Öllinger tief beeindruckt von der zwangsläufig schnelllebigen Bauweise der heutigen Zeit. In mehrstöckigen Gebäuden, die unvollendet geblieben sind oder bereits teilweise abgerissen werden, beherbergen einzelne Etagen fragile Lebensräume, die auf den Gesetzen der Physik auf beinahe spielerischer Weise zu trotzen scheinen.
Auch dieses Werk und greift ein zentrales, wiederkehrendes Motiv im Schaffen des Künstlers auf: das Spannungsfeld zwischen Beständigkeit und Augenblick, zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit.