Sándor Bíró
Maler
ist ein wahrer Maler. Er könnte sich kein anderes Medium und keinen besseren Beruf vorstellen als die Malerei. Denn er verspürt eine elementare Anziehungskraft gegenüber der Malerei als materieller Entität und gegenüber der Malerei als physischem und geistigem Schaffensprozess. (…)
Seine Schaffensweise passt gut zu seinen stark abstrahierten, pantheistischen Landschaften, die danach streben, die von der Landschaft getragenen Bedeutungen einzufangen – Bedeutungen, die sich nicht in Worten ausdrücken lassen, sondern vielmehr als Stimmungen Gestalt annehmen. Es ist charakteristisch für ihn, dass er nicht nach Fotografien arbeitet, sondern auf der Grundlage von Zeichnungen, die er über einen langen Zeitraum vor Ort angefertigt hat, sowie seiner Eindrücke, Erinnerungen und Stimmungen malt. Oft fertigt er Farbskizzen in Aquarell auf Papier an, in denen er die Farb- und Lichtakzente des Gemäldes im Voraus konstruiert. (…)
In Sándor Bírós Landschaften verschwinden flüchtige, impressionistische Phänomene fast, während das Allgemeine und das Beständige in den Vordergrund treten. Seine Landschaftsfragmente versuchen, das Ganze zu erfassen – selbst wenn es in diesen von der Präsenz des Menschen geprägten Landschaften ein einziges Zeichen gibt, das auf Abwesenheit und Bruch hinweist: eine Lichtung, die eine Wunde in das endlose Gewebe des Waldes reißt.

Malerei

